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Neumarkter Tagblatt vom
01.12.2010
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IG macht weiter
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Verkehr Die
Umgehungsgegner planen eine Podiumsdiskussion mit den
Bürgermeisterkandidaten - und bitten um Spenden.
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Seubersdorf. Bei der ersten Mitgliederversammlung der
Interessengemeinschaft Lebendiges Seubersdorf nach dem
Bürgerentscheid zur Umgehungsstraße, bei dem sich 47,9 Prozent
gegen die Planung ausgesprochen hatten, bezeichnete Dietmar
Müller das Ergebnis als einen Riesenerfolg.
Der zweite Sprecher der IG betonte, dass dieser nur durch die
zahlreichen Unterstützter möglich geworden sei - von Geldspenden
bis zum Austeilen der Flugblätter sei das Engagement enorm
gewesen. Niemand habe mit einer so hohen Beteiligung und mit
einem so knappen Ausgang gerechnet. "Vor allem nicht die
"Bürgermeisterfraktion", so Müller.
Erster Sprecher Erwin Nutz ergänzte: "1125 Bürger haben für
unseren Antrag gestimmt - und diese haben wir auch weiterhin zu
vertreten". Nicht zuletzt deshalb, weil in den eigentlich
betroffenen Ortsteilen Seubersdorf, Batzhausen, Daßwang und
Eichenhofen sogar eine Mehrheit gegen die Umgehungsstraße
gestimmt habe.
Als eine der nächsten Aktionen werde die IG im Vorfeld der
Bürgermeisterwahl zu einer Podiumsdiskussion mit allen
Kandidaten einladen. "Wir werden ihnen im Rahmen dieser
Veranstaltung die Gelegenheit geben, ihre Haltung zur
Umgehungsstraße einem breiten Publikum klipp und klar
darzulegen. Wir werden dabei lediglich auf strikte Sachlichkeit
achten und zu diesem Zweck extra einen neutralen Moderator
engagieren. Der wird auch sicherstellen, dass es fair zugeht."
Im übrigen habe der Widerstand mittlerweile ein reges Eigenleben
entwickelt. So hätten bereits mehrere Betroffene aus
Seubersdorf, Daßwang und Batzhausen der IG mitgeteilt, dass sie
beim Planfeststellungsverfahren Einsprüche einbringen werden.
Müller: "Die Interessengemeinschaft wird jeden unterstützen, der
einen Einspruch einbringen will, damit dieser korrekt abgefasst
und an die richtige Adresse geleitet wird." Betroffene könnten
sich entweder persönlich bei der Bäckerei Liedl, bei Johann
Schön (Telefon 14 52) oder per Email unter
info@lebendiges-seubersdorf.de
melden.
Da für das weitere Vorgehen wieder mit finanziellen Aufwendungen
zu rechnen sei, bitte die IG ihre Mitglieder und andere
Unterstützer um Spenden auf das Konto mit der Nummer 42001636
bei der Sparkasse Neumarkt-Parsberg (BLZ 76052080). "Jeder, der
zehn oder 20 Euro erübrigen könne hilft der gemeinsamen Sache
enorm weiter. Wenn jemand mehr erübrigen kann, umso besser",
erklärten Nutz und Müller und stellten klar: "Wir sind auf alles
vorbereitet und machen weiter."
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Neumarkter Tagblatt vom
01.12.2010
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IG will weiter kämpfen
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Widerstand Sie will die Umgehungsstraße nicht akzeptieren
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Seubersdorf. Die Interessengemeinschaft "Lebendiges Seubersdorf"
will weiter gegen den Bau der Umgehungsstraße in Seubersdorf
kämpfen. Die Sprecher der IG, Erwin Nutz und Dietmar Müller
kündigten in einer Stellungnahme an, im Hinblick auf das knappe
Wahlergebnis die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
"Die 1125 Stimmen gegen die vorliegende Planung sind dafür ein
klarer Auftrag. Insbesondere die Menschen in Daßwang erwarten,
dass die IG weiterkämpft", heißt es in der Stellungnahme weiter.
Die beiden bedanken sich darin außerdem bei allen Wählerinnen
und Wählern für die Unterstützung und Gesten der Solidarität.
Bei einem Blick auf das Wahlergebnis werde deutlich, dass ohne
die Berücksichtigung der weniger betroffenen Ortsteile Wissing,
Ittelhofen und Freihausen die Sache anders ausgegangen wäre. Und
diese Tatsache könne laut den IG-Sprechern nicht übergangen
werden. Vor allem müsse die Gesamtplanung auf den Tisch - statt
der Trennung in zwei Planungsabschnitte.
Daher werde die IG im Januar bei einer Mitgliederversammlung das
weitere Vorgehen beschließen. Fest stehe laut Nutz und Müller
bereits, dass das Straßenbauamt nach dem Wahlergebnis nicht mehr
umhin komme, sich vor allem mit den Belangen Daßwangs
auseinanderzusetzen. "Wir werden die Daßwanger auch weiterhin
mit allen Kräften unterstützen. Außerdem wird man sich noch
Gedanken darüber machen müssen, welche Sanierungs- und
Unterhaltskosten auf die Anlieger der Nürnberger und
Regensburger Straße zukommen, wenn die jetzige B8 eine
Gemeindestraße werden sollte."
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Neumarkter Nachrichten vom
15.11.2010
Seubersdorf: Knappe Mehrheit für Umgehungsstraße
Initiatoren des Bürgerentscheids sind
unterlegen — Bürgermeister strebt Lösung mit dem Bauamt Regensburg an -
14.11. 22:49 Uhr
SEUBERSDORF - Exakt 1224 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde
Seubersdorf haben sich am Sonntag Abend per Bürgerentscheid für eine
Umgehungsstraße von Seubersdorf ausgesprochen, 1125 waren dagegen. Die
Wahlbeteiligung lag bei stattlichen 59,6 Prozent, womit das Quorum von
791 Stimmen deutlich übertroffen wurde.
„Sind Sie dafür, dass die
Gemeinde Seubersdorf alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die geplante
Ortsumgehung (B8 neu) ausschöpft, sich insbesondere im
Planfeststellungsverfahren gegen den Bau ausspricht und gegen einen
Planfeststellungsbeschluss Klage erhebt?“ So lautete die Frage auf dem
Stimmzettel, und man musste mit Ja antworten, wenn man gegen die
Umgehungsstraße war. 47,9 Prozent der Wähler haben das getan, 52,1
Prozent haben mit Nein gestimmt. 2356 der insgesamt 3792
Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben
Die Aufteilung nach Wahlbezirken: Seubersdorf I (196 Ja, 266 Nein),
Batzhausen (208 Ja, 184 Nein), Daßwang (232 Ja, 52 Nein), Ittelhofen/Freihausen
(40 Ja, 98 Nein), Wissing (57 Ja, 125 Nein), Eichenhofen (70 Ja, 83
Nein), Schnufenhofen (24 Ja, 169 Nein), Seubersdorf II (209 Ja, 184
Nein) und Briefwahl (89 Ja, 63 Nein).
Bürgermeister Hans Bierschneider (CSU) freute sich über die hohe
Wahlbeteiligung und sagte: „Ich hätte mit etwas mehr Zustimmung zur
Umgehungsstraße gerechnet. Aber Gott sei Dank kehrt nun wieder Ruhe ein,
und der Unfrieden, Zwist und Streit, unter dem viele Ortsteile und
Vereine gelitten haben, kann jetzt wieder durch Frieden und gute
Zusammenarbeit ersetzt werden.“
Der Bürgermeister bedankte sich bei den 100 Wahlhelfern, betrachtete das
Abstimmungsergebnis als nachträgliche Bestätigung des seinerzeitigen
Gemeinderatsbeschlusses und erklärte: „Für uns ändert sich nichts, wir
werden weiterhin in engem Kontakt mit dem Staatlichen Bauamt nach einer
für alle akzeptablen Lösung suchen.“
Erwin Nutz und Dietmar Müller, die Sprecher der Interessengemeinschaft,
waren selbstredend sehr enttäuscht. „Verloren ist verloren, und deshalb
werden wir das Ergebnis anerkennen“, erklärten sie unisono und weiter:
„Die hohe Wahlbeteiligung und die teilweise deutliche Ablehnung der
Umgehungsstraße in den Orten Batzhausen und Daßwang müssen für die
Gemeinde Auftrag sein, die Planung zusammen mit dem Bauamt
nachzuarbeiten.“ Angesichts der politischen Ausgangslage sei das
Ergebnis sehr knapp ausgefallen. Deshalb werde man auch im Rahmen des
Planfeststellungsverfahrens die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger
deutlich vertreten, zum Beispiel, wenn es um einen zweiten Kreisverkehr
gehe. „Wir sind es unseren Unterstützern schuldig, auch in Zukunft an
der Sache dranzubleiben“, so Nutz.
Seit 18 Jahren
Über eine Umgehungsstraße für Seubersdorf wird laut Bürgermeister
Hans Bierschneider (CSU) schon seit rund 18 Jahren gesprochen. Bei einer
Gemeinderatssitzung im November 2007 wurden entsprechende Planungen
diskutiert. Bierschneider damals: „Eine Ortsumgehung ist eine einmalige
Chance, die sich nur wegen der Bahnunterführung eröffnet. Wenn wir diese
Möglichkeit ungenutzt lassen, haben wir eine Chance für die nächsten 50
Jahre verpasst.“
Im Juli 2008 stellte das Staatliche Bauamt Regensburg den Vorentwurf
vor. Der Gemeinderat stimmte dem mit 16:4 Stimmen zu und gab damit
grünes Licht für die Ortsumgehung. Doch es formierte sich Widerstand. Im
Mai 2008 wurde die Interessensgemeinschaft „Lebendiges Seubersdorf“
gegründet. Erwin Nutz und Dietmar Müller kämpfen seither zusammen mit
mehr als 380 Mitgliedern gegen die geplante Umgehung an
Neumarkter Tagblatt vom
15.11.2010
Die Mehrheit ist für die Umgehung
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Seubersdorf. Mit 52,1 Prozent haben sich die Bürger für eine
Umgehungsstraße in Seubersdorf ausgesprochen und damit den
Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2008 bestätigt. Der Forderung der
Interessengemeinschaft "Lebendiges Seubersdorf", die erreichen wollte,
dass die Gemeinde die Planung ablehnt und nötigenfalls Klage dagegen
erhebt, stimmten 47,9 Prozent zu. Die Wahlbeteiligung war mit 60 Prozent
sehr hoch.
"Ich hoffe vor allem, dass der Zwist aufhört und wieder Ruhe einkehrt",
sagte Bürgermeister Hans Bierschneider als erste Reaktion nach dem
Ergebnis. Die Mehrheit der Bürger habe den Beschluss des Gemeinderats
bestätigt und somit ändere sich auch nichts an der Haltung der Gemeinde.
Man werde demach wie bisher mit dem Staatlichen Bauamt in Kontakt
bleiben und alles daran setzen, gemeinsam eine für alle akzeptable
Lösung für eine Ortsumfahrung von Seubersdorf zu erreichen.
Er hoffe außerdem, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids akzeptiert
werde, für das dankenswerter Weise rund 100 Wahlhelfer ihren Sonntag
geopfert hätten. Er sei sehr froh darüber, dass fast 60 Prozent der
Gemeindebürger zur Abstimmung gegangen seien und ihre Meinung
klargemacht hätten, sagte Bierschneider.
Enttäuscht zeigten sich die IG-Sprecher Erwin Nutz und Dietmar Müller.
"Je knapper das Ergebnis ist, umso bitterer ist es", sagte Nutz.
Immerhin hätten fast 48 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit ihrem Ja
zur Forderung der IG deutlich gemacht, dass sie mit der jetzigen Planung
nicht einverstanden seien.
Das sei ein klares Signal an den Gemeinderat, an der Planung noch zu
arbeiten. Vor allem an der Einmündungs- und Kreuzungssituation der neuen
B 8 gebe es noch Nachbesserungsbedarf. "Wir appellieren an den
Bürgermeister, sich dieser Probleme anzunehmen", sagten sie. Bei den
jüngsten Diskussionen seien bereits wesentliche Dinge aufgenommen
worden, erklärte Nutz. Seinen Dank sprach er den zahlreichen Helfern und
Unterstützern der IG aus.
Im Stimmbezirk Seubersdorf I gab es 196 Ja- und 266 Nein-Stimmen, in
Batzhausen 208 Ja- und 184 Nein-Stimmen, in Daßwang 232 Ja- und 52
Nein-Stimmen, in Ittelhofen/Freihausen 40 Ja- und 98 Nein-Stimmen, in
Wissing 57 Ja- und 125 Nein-Stimmen, in Eichenhofen 70 Ja- und 83
Nein-Stimmen, in Schnufenhofen 24 Ja- und 169 Nein-Stimmen und im
Stimmbezirk Seubersdorf II waren es 209 Ja- und 184 Nein-Stimmen.
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kommentar Von Peter
Tost
Marschroute bestätigt
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Nun haben auch die Bürger ihre Meinung zur Umgehung kundgetan -
und das Ergebnis ist für die geplante Umgehung ausgefallen. Ein
knappes Ergebnis zwar, aber so sind die Spielregeln in der
Demokratie. Mit einer Wahlbeteiligung von fast 60 Prozent haben
die Bürger gezeigt, dass ihnen das Thema wichtig ist.
Gleichzeitig beweist es, dass die mehrheitliche Bestätigung der
Marschroute der Gemeinde auf einer breiten Basis steht.
Gleichwohl gilt es, die Bedenken der Gegner - nicht zuletzt in
Daßwang - ernst zu nehmen. Mehr als 80 Prozent der Bürger haben
dort gegen die Planung gestimmt. Nun ist das Geschick der Planer
gefragt, auch für diese eine akzeptable Lösung zu finden.
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